Zur Sprache im Internet. Skizze einiger Eigenschaften und Probleme.

Schmitz, Ulrich (1996)

In: Rainer Fabian (Hg.): media paradise. Die multimediale Zukunft von Kindern und Jugendlichen. Oldenburg: bis, S. 89-105

 

1. Guten Tag, World Wide Web!

Wenn wir als Menschen miteinander sprechen, wissen wir, was wir zu tun haben. Als kleine Kinder haben wir es gelernt. Gespräche sind auf eine bestimmte Weise organisiert. Es gibt Regeln zu ihrer Eröffnung, zu ihrem Verlauf, zum Rederecht, zum Sprecherwechsel und so fort (vgl. z.B. Levinson 1990, 283-361). Jeder beherrscht sie mehr oder weniger intuitiv.

Auch Lesen und Schreiben fällt den meisten von uns nicht schwer. Wir haben es in der Schule gelernt. Das gilt nicht nur für die Technik, sondern auch für die Organisation des Sinns. Weil Sender und Empfänger nicht in derselben, sondern in zwei ganz verschiedenen Situationen leben, müssen ihre Botschaften unabhängig von der Situation zu verstehen sein. Deshalb sind geschriebene Texte meist mehr auf eine innere Geschlossenheit angewiesen. Keineswegs jeder, aber doch der klassische, prototypische Text (wie der vorliegende) soll ganz sein, wohlgeordnet, linear (z.B. Anfang - Hauptteil - Schluß). Entlang solch äußerer Komposition der Form soll der Leser eine entsprechende innere Ganzheit des Sinns entdecken und auf diese Weise den Text möglichst aus sich heraus verstehen können. Besonders klar gilt das nach herrschender Lehre für die Lektüre belletristischer Texte, deren "Bedeutungsfülle [...] das Sinnganze des Lebens vertritt" (Gadamer 1972, 66). Eine Idee von Ganzheit leitet aber auch das Verständnis vieler profaner Texte. Deshalb gilt in den meisten Richtungen der Textlinguistik ein kontinuierlicher Sinnzusammenhang ("Kohärenz") als "das dominierende Textualitäts-Kriterium", das also Texte von Nicht-Texten unterscheide (z.B. Vater 1992, 65).

Bei Film und Fernsehen sieht die Sache schon anders aus. Viele Erwachsene haben die Regeln von fragmentarischer Textproduktion, kleinportionierter Clusterbildung, zerfetzter Darbietung, Magazinform, Montagetechnik, schnellen Schnitten, komplexen Text-Ton-Bild-Beziehungen und intensivierter, selektiver oder zappender Wahrnehmung nicht gelernt, weder im primären Spracherwerb noch in der Schule.

Und nun das Internet. All die aus herkömmlichen Sprachverwendungsweisen bekannten Regeln verlieren hier ihre uneingeschränkte Geltung. Zwar übermittelt jedes neue Medium auch alte Formen. Im Fernsehen gibt es ganz normale Alltagsgespräche, im Hörfunk werden nicht selten gedruckte Texte verlesen, und auch im Internet gibt es massenweise gesprochene und vor allem geschriebene Texte höchst konventioneller Form. Doch es kommen ganz neue Elemente hinzu, die die Sprache im Internet von anderen Arten der Sprachverwendung unterscheiden. Ja, diese neuen Elemente gewinnen sogar die Vorherrschaft über die hergebrachten Regeln: teils setzen sie sich an ihre Stelle, teils durchdringen und teils entwerten sie sie. Ein förmlicher Geschäftsbrief mit "Bezug" und "Betreff" als e-mail wirkt deplaziert, eine Ansichtskarte im World Wide Web museal, ein elektronisch lesbares Faltblatt ohne Hyperlinks einfach altmodisch.

Die Regelwende fängt schon bei der Eröffnung an. Ein hergebrachtes ("face to face") Gespräch etwa beginnt mit einem Sichtkontakt, dem beide Seiten in hundertstel Sekunden nach frühkindlich internalisierten Regeln entnehmen, wer zuerst "Guten Tag" oder einen jetzt passenden anderen Wortlaut äußert. Ein Brief beginnt gemäß aktiv gelernten Konventionen z.B. mit "Sehr geehrte Frau Mustermann"; für die Lektüre eines klassischen Buches gibt es bestimmte Regeln des Einstiegs und der Reihenfolge; und der Fernsehzuschauer kann sich nur einem begrenzten Repertoire stückweise unterwerfen oder entziehen. Der Eintritt ins Internet sieht ganz anders aus. Die Regeln des kommunikativen Handelns nämlich sind gerade zu Beginn einer Sitzung von der Technik der Software strikt vorgegeben. Wenn man sich ihnen nicht völlig unterwirft, hat man keineswegs mit Sanktionen zu rechnen (wie bei Regelverstößen in herkömmlichen Kommunikationsformen), sondern - schlimmer - von vornherein gar keine Chancen, an irgendeiner Kommunikation auch nur teilzunehmen.

Wer tapfer und erfolgreich die technische Installation hinter sich gebracht hat, sieht etwa folgendes Bild vor sich:

Das ist keine Gesprächseröffnung und auch kein Lektürebeginn im klassischen Sinn. Nicht einmal ein Formular ist lediglich auszufüllen. Vielmehr verbinden sich Elemente all dieser drei Kommunikations-Sorten mit den programmierten Routinen eines technischen Ablaufs. Genauer gesagt, spielen letztere natürlich im Hintergrund die alleinige Rolle, weil wir tatsächlich ein Programm bedienen und nicht mit irgendjemandem kommunizieren. Nur hat das versammelte Programmiergenie jene drei herkömmlichen Kommunikationsweisen sich anverwandelt, um den ergonomischen Schein einer Kommunikation zu erzeugen.

Unter Gesprächsgesichtspunkten ist jetzt der "Benutzer" am Zuge. Er kann sich für dieses turn taking so viel Zeit lassen, wie er die dabei ggf. anfallenden Verbindungsgebühren bezahlen kann. Anders als ein menschlicher Sprecher wird die Maschine auch angesichts sehr langer Pausen jedenfalls gar nichts tun. Unter Lektüregesichtspunkten muß der Benutzer derweil das ihm dargebotene semiotische Konstrukt entziffern. Dabei trifft er auf eine gut durchorganisierte Mischung und Anordnung von Wörtern (Substantiven, Verben, Adverbien), Sätzen, Bildern, Logos und anderen grafischen Elementen, deren jedes, ähnlich wie bei Formularen, seine eigenständige und exakte Bedeutung hat. Als Formular betrachtet ist das Objekt der Lektüre aber noch nicht ganz aufgebaut. An diesem Punkt sind nur sehr wenige turns möglich. Erst durch den an dieser Stelle häufigsten "Sprechakt" erweitert sich das Formular sozusagen von innen heraus dergestalt, daß eine auszufüllende Zeile erscheint. In der Regel klickt man jetzt nämlich auf "Open", so daß sich folgendes Feld öffnet:

Das imperativisch gemeinte "Open" bedeutete in der herkömmlichen Informatik, daß der Computer eine interne oder externe Datei "öffnen" sollte. Hier heißt es in einem erneut leicht übertragenen Sinne, daß er eine Verbindung zu einem jetzt näher zu bezeichnenden Rechner herstellen und ihn veranlassen solle, eine dort bereitstehende bestimmte Menge von Daten zu senden. Zunächst "öffnet" sich aber lediglich das oben abgebildete Fenster auf dem Bildschirm. Die Adresse des gewünschten Rechners (oder einer bestimmten Datei darin) hat der Benutzer nun per Tastatur in das noch freie Feld des Formulars zu tippen und dann erneut "Open" zu bestätigen. Bis zu dieser Stelle (und häufig auch im weiteren) sind die Kommunikationsmöglichkeiten des Benutzers also stark restringiert ("formulaic speech"). Sein turn (Redebeitrag) besteht aus genau drei Elementen in zwei verschiedenen Kommunikationsmodi: (a) mit dem Mauszeiger auf ein bestimmtes Feld klicken, (b) mit der Tastatur eine Buchstabenkette schreiben, (c) ein inzwischen sichtbar gewordenes anderes Feld mit der gleichen Bezeichnung, faktisch aber leicht anderer Bedeutung anzuklicken.

Man beachte an dieser Stelle, daß die materiellen Träger der verwendeten Zeichen weder (wie beim Sprechen) Schallwellen noch (wie beim Schreiben) Farbpigmente sind, sondern durchweg elektronische Bewegungen, die auf der Seite des Benutzers optische Eindrücke erzeugen. Er spricht nicht und schreibt nicht, sondern klickt und tippt; materiell gesehen kommuniziert er also ausschließlich mit den Fingerspitzen. Diese "Konstellation von Taktilität, Befehl und Innervation der Technik" setzt laut Bolz (1993, 197) den, wie Heidegger sagt, von der Schreibmaschine begonnenen "Einbruch des Mechanismus in den Bereich des Wortes" konsequent fort. Das verändert die Sprachform.

2. Computive

Tatsächlich "spricht" und "handelt" der Internet-Nutzer zugleich. Er bedient nämlich eine Kommunikationsmaschine. Diese technische Neuerung bringt eine Klasse von Sprechakten mit sich, die es früher nicht gab und die an dieser Stelle zum ersten Mal beschrieben wird.

Ein Sprechakt ist die kleinste Einheit von Sprechen als Handeln. Searle (1982a) zufolge gibt es genau fünf Klassen von Sprechakten. Deren letzte kommt der neuen sechsten am nächsten. "Deklarationen" nämlich nennt Searle (ebd. 36ff) solche Sprechakte, die allein durch ihre erfolgreiche Äußerung die Welt faktisch verändern (wie etwa der Urteilsspruch eines Richters oder die Namensgebung für ein Kind in der Taufe). "Der Vollzug einer Deklaration bringt durch nichts anderes als durch seinen Erfolg zustande, daß Wörter und Welt zueinander passen." (ebd. 37) In einem gewissen Sinne geschieht das auch im ersten und letzten Element des oben beschriebenen turns. Der Einfachheit halber konzentrieren wir uns auf das letzte Element und fassen es als die praktische Realisierung der im zweiten Element gemeinten Absicht auf, nämlich "Öffne die eingetippte Adresse im Internet und empfange die dort vorgesehenen Daten". Dieses zweite Element ist ein einfacher Befehl, in Searles eingeführter Terminologie also ein "Direktiv". Direktive sind Versuche des Sprechers, "den Hörer dazu zu bekommen, daß er etwas tut" (ebd. 32). In unserem Fall ist der Hörer aber kein Mensch, der sich wie auch immer entscheiden könnte, sondern eine berechenbare Maschine, die unter entsprechenden technischen Bedingungen nichts tut, als Anweisungen zu folgen. Diese Anweisung erteilt unser menschlicher Benutzer der Maschine eben durch den letzten Mausklick. Es ist zugleich eine (semiotische) Mitteilung wie eine (maschinelle, an der unmittelbaren Mensch-Maschine-Schnittstelle sogar mechanische) Handhabung. Als Direktiv bestand das zweite Element also nur in der metaphorisch denkenden Vorstellung des Benutzers, der die Maschine dazu bekommen will, daß sie etwas tut. Solange hinter der Tastatureingabe der Mausklick nicht folgt, handelt es sich sozusagen um einen mißlungenen Sprechakt allein schon deshalb, weil die Botschaft beim "Hörer" gar nicht ankommt. Der abschließende Mausklick aber macht aus dem angefangenen Direktiv eine vollendete Deklaration. Genau durch den Klick nämlich ist die gewünschte Veränderung herbeigeführt. "Das definierende Merkmal dieser Klasse", schreibt Searle (ebd. 36) über Deklarationen, "besteht darin, daß der erfolgreiche Vollzug eines ihrer Elemente eine Korrespondenz von propositionalem Gehalt und Realität zustande bringt". Spricht der Priester oder eine andere berechtigte Person unter bestimmten institutionellen Umständen: "Ich taufe dich auf den Namen ,Noam'", so heißt die gemeinte Person auch so. Klickt der Computernutzer an der hier betrachteten Dialogstelle in das betreffende Formularfeld, so nimmt der Computer die gewünschte Verbindung auf und bietet die bestellten Informationen dar.

Anders freilich als im Falle der Taufe bedarf es keiner institutionellen (sozialen) Bedingungen, und es entstehen auch keine sozialen Konsequenzen. Es gibt kein, wie Austin (1972, 35) sagt, "übliches konventionales Verfahren mit einem bestimmten konventionalen Ergebnis"; sondern es gibt eine programmierte Routine mit einem (unter gewünscht günstigen, also normalen technischen Umständen) eindeutig berechenbaren, automatischen Ergebnis, das von keinerlei sozialer Anerkennung abhängt. Voraussetzung für den erfolgreichen Vollzug der gewünschten Aktion ist vielmehr die technische Implementation funktionsfähiger Hard- und Software. Und auch die Folgen sind rein technischer Art: die Maschine führt ein Programm aus. Trotzdem handelt es sich nicht um eine rein technische Angelegenheit im herkömmlichen (z.B. mechanischen) Sinne. Denn oberflächlich betrachtet, also so, wie es für den Benutzer wichtig ist und wie es der normale Benutzer auch wahrnimmt, werden schließlich Informationen ausgetauscht wie in jedem herkömmlichen Fall von Kommunikation.

Das gilt noch viel deutlicher in den folgenden, hier nicht eingehend analysierten Schritten (turns) der Internet-Nutzung. Der gewöhnliche Internet-Teilnehmer sendet und empfängt ja jede Menge letzten Endes rein menschlich erzeugter Informationen. Selbst wenn man den Internet-Computer mit guten Argumenten lediglich als eine Art ultraschnellen Briefträger auffaßt, der sehr detailliert auf die Wünsche seiner Auftraggeber eingeht, so sind eben die Aufträge doch in einem bestimmten Sinne Sprechakte. Der Knopfdruck ist zugleich eine Botschaft. "How to do things with Words" (Austin 1972) ist hier ganz wörtlich zu verstehen, und zwar in einem doppelten Sinne. (Seltsam, daß wörtliche Bedeutungen doppelsinnig sein können.) Zum einen wird Sprache in unserem Beispiel ja eingesetzt, um Dinge zu bewegen und nicht Menschen. Zum anderen werden die Wörter selbst wie Dinge behandelt. Das "Open" steht nicht nur als Mitteilung da, sondern dient zugleich als Knopf, mit dem man seine Bedeutung in die Tat umsetzen kann. Es ist sozusagen die Aufschrift auf einer technischen Einrichtung und benennt deren Funktion, die genau in der Erfüllung des propositionalen Gehalts der Aufschrift besteht. Das erinnert an Sprachmagie (vgl. Menninghaus 1980): durch Aktivierung von Sprache ändert sich die Wirklichkeit. Doch es handelt sich um Technik: das Wort ist ein Knopf. Er funktioniert aber auf andere Weise als Knöpfe und Tasten an anderen Maschinen, etwa am Getränkeautomat. Denn er setzt hochdifferenzierte Kommunikation frei und ist notwendiger Bestandteil der Konversation.

Wir wollen diese Klasse von Sprechakten Computive nennen, weil sie nur in computervermittelter Kommunikation vorkommen und folglich berechneten und (unter normalen technischen Umständen) berechenbaren Routinen folgen. Deshalb sind sie sowohl in ihrer illokutionären Rolle als auch in ihrem propositionalen Gehalt eindeutig festgelegt. In Ergänzung von Searles (1982a, 31-39) Taxonomie der Sprechakte ergibt sich folgender Symbolismus:

C Ø (T tut o)

'C' steht für den illokutionären Witz, der allen Computiven gemeinsam ist. Der Doppelpfeil zeigt die gleiche Ausrichtung wie bei Deklarationen (sowohl Wort-auf-Welt als auch Welt-auf-Wort). Eine Aufrichtigkeitsbedingung gibt es ebensowenig wie bei Deklarationen, deshalb steht das Null-Symbol an dieser Stelle. Der propositionale Gehalt ist immer, daß das symbolverarbeitende technische Gerät T eine sofortige Operation ausführt. Letzteres unterscheidet Computive von Deklarationen; es gehört aber auch zu den Unterschieden zwischen Computiven und Direktiven, deren propositionaler Gehalt darin besteht, "daß der Hörer H eine künftige Handlung h vollzieht" (ebd. 32; zum Unterschied zwischen Handlung und Operation vgl. Leontjew 1982, 101-110).

Eine indirekte Variante, bei der der Wortlaut nicht ohne weiteres mit dem propositionalen Gehalt identisch ist, finden wir in den "hot words" von Hypertexten, also den markierten Textpassagen, deren Anklicken andere als die zunächst sichtbaren Informationen auf dem Bildschirm erscheinen läßt. Searle (1982b, 52f) erklärt: "Mit indirekten Sprechakten teilt der Sprecher dem Hörer dadurch mehr mit, als er eigentlich sagt, daß er sich darauf verläßt, daß der Hörer rational ist und korrekt schließen kann, und daß er mit ihm gewisse (sprachliche wie außersprachliche) Hintergrundinformationen teilt." An dieser Stelle sollten wir bedenken, daß alle Computive von Menschen (z.B. Hypertextverfassern) formularmäßig vorgestaltet wurden, die an der unmittelbaren Ausführung des Sprechaktes gar nicht beteiligt sind. Durch die Hervorhebung einer Textpassage als Hyperlink (hot text) bieten sie dem unbekannten Leser die Ausführung eines computiven Sprechaktes an. In dieser Blickrichtung wird dem Benutzer weniger mitgeteilt, als eigentlich zu sagen ist; deshalb ja die Neugier auf den Klick. Die Indirektheit entsteht hier im Vorfeld also dadurch, daß der ursprüngliche Verfasser hinter seinem Text etwas verspricht, was der Benutzer, der den Symbol-Mechanismus in Gang setzt, allenfalls ahnen kann. Der Benutzer verfolgt eine direktive Absicht ("sag mir mehr darüber") und erfüllt diese technisch durchs Klicken, geht aber das Risiko ein, sachlich enttäuscht zu werden.

3. Konversation per Klick

Nun verfolgen wir unseren "Dialog" weiter. Wir schließen also unseren "Redebeitrag" durch den jetzt zur Genüge besprochenen Mausklick ab und erzeugen damit automatisch (anders als bei zwischenmenschlichen Gesprächen) die Antwort des maschinellen "Partners". Er spielt uns nämlich die unter der angesprochenen Adresse bereitliegenden Informationen zu. Unter den Gesichtspunkten der Gesprächsanalyse betrachtet ist der Dialog also ganz einfach strukturiert. Es gibt ein wohldefiniertes Hin und Her, das jeweils eine Variante aus einer je nach Komplexität des Programms mehr oder minder großen Menge von Alternativen realisiert. "A simplest systematics for the organization of turn-taking in conversation" (Sacks/Schegloff/Jefferson 1974) läßt sich im Falle des unmittelbaren Mensch-Maschine-Dialogs tatsächlich ganz simpel beschreiben, weil sie ja nichts anderes ist als die schematisch vorprogrammierte Organisation der mehr oder minder komplexen Software (in unserem Falle des Internet-Browsers). Die Gesamtorganisation des Dialogs und beispielsweise auch die unmittelbar aufeinanderfolgenden Sprecher-Hörer-Sequenzen ("adjacency pairs"; vgl. z.B. Levinson 1990, 302-316) sind eindeutig festgelegt. In der neokantianischen Redeweise von Windelband (1894) haben wir es mit nomothetisch vorhersagbaren Formen zu tun, während natürliche zwischenmenschliche Gespräche mindestens teilweise idiographisch zu beschreibende unwiederholbare und einzelne Ereignisse darstellen.

Das Schöne dabei ist, daß die vier Griceschen Konversationsmaximen (Grice 1979, 249-251) automatisch eingehalten werden. Knapper, relevanter und klarer als per Mausklick kann man sich einem Computer gegenüber nicht ausdrücken; und das Ehrlichkeits-Postulat entfällt, weil Deklarationen und Computive nicht wahr oder falsch sein können. Überhaupt kann in diesem Stadium gar nicht gegen Maximen verstoßen, sondern nur ein Mechanismus unsachgemäß bedient werden, eben weil die Gesprächsform nicht auf sozialer Konvention und persönlicher Verantwortung, sondern auf technisch zwingender Installation beruht. Das wird im nächsten Stadium ganz anders, wenn nämlich Informationen ausgetauscht werden, die über die bisher ja nur erfolgte Einrichtung des Gesprächs als solchem hinausgehen.

4. Varieté von Zeichen

Wenn wir als Adresse beispielsweise http://www.uni-wuppertal.de/FB5-Hofaue/Brock/welcome2.html eingegeben hatten, antwortet unser Rechner nun so:

Das ist eine typische von Milliarden von Bildschirmseiten aus dem World Wide Web, die auf vielfältige Weise sämtlich untereinander vernetzt sind. Auf den ersten Blick sehen wir eine seltsame Mischung einzelner Stichwörter, ganzer Sätze in deutscher bzw. englischer Sprache sowie grafischer und fotografischer Elemente - weder Gespräch noch Buch noch Formular. Jedenfalls handelt es sich um geschriebene Sprache. Am ehesten erinnert es an Plakate, Werbezettel oder Texte an Waren. Anders als bei jenen ist die Informationsmenge aber nicht in sich geschlossen: selbst in Kenntnis der Umstände können wir den Text nicht vollständig entziffern, sondern wir fühlen uns teilweise an ein Inhaltsverzeichnis erinnert, das ja auf andere Informationsmengen verweist.

Genau in dieser Weise funktionieren die vier Stichwörter in der ersten Zeile und die zehn unterstrichenen (und farbig hervorgehobenen) Textelemente, außerdem, was man vielleicht nicht ahnt, auch das Porträt. Freilich nennen sie nicht den Ort, an dem andere Informationspäckchen (teilweise vergleichbar mit herkömmlichen "Kapiteln" oder "Abschnitten" in Büchern) stehen, wie die Zeilen im klassischen Inhaltsverzeichnis es mit den Seitenangaben tun. Als "hot words" im oben erläuterten Sinne laden sie vielmehr zum Mausklick auf sie ein, so daß die Informationen, die sie etikettieren, unmittelbar auf dem Bildschirm erscheinen. Wenn wir also auf "Aktuelles" klicken, verschwindet die bisher sichtbare Seite, und der Computer blättert uns direkt in die andere Abteilung.

Die übrigen Teile unserer Bildschirmseite sind hauptsächlich vergleichsweise altmodische Beigaben, wie wir sie aus alten Medien kennen, analog etwa zu Kapitelüberschriften oder Aufsatztiteln. Das mit siebzehn Wörtern längste Textstück rechts in der Mitte könnte ein Fragment aus einer Erzählung sein oder aus der Vorschau auf die nächste Folge eines Fortsetzungsromans stammen. Alle diese Texte (mit Ausnahme des Copyright-Vermerks am Fuß) und auch das button-ähnliche Bild heischen Aufmerksamkeit: schau her, schau dahinter, es gibt noch mehr. Sie kündigen an wie ein Zirkusdirektor, sie laden ein wie ein Schausteller an der Kirmesbude. Die Fassade verspricht: dahinter verbirgt sich noch mehr. Diese pragmatische Situation geht mit drei Charakteristika der Sprache im Web einher.

(1) Erstens nämlich handelt es sich bei sämtlichen Texten unseres Beispiels, und das kommt oft vor im Web, um Paratexte. Paratexte (bei Büchern z.B. Titelblatt, Waschzettel, Vorwort usw.) begleiten die Haupt-Texte, um die es eigentlich geht. "Von ihnen weiß man nicht immer, ob man sie dem Text zurechnen soll; sie umgeben und verlängern ihn jedenfalls, um ihn im üblichen, aber auch im vollsten Sinn des Wortes zu präsentieren: ihn präsent zu machen, und damit seine 'Rezeption' und seinen Konsum [...] zu ermöglichen." (Genette 1989, 9) Fast alle Texte, die man auf Homepages im Web zuerst sieht, und sehr viele andere Texte im Web sind solche Paratexte. Aufgrund der zum Teil nicht-linearen Netzform des Web und seiner Inhalte haben sie aber einen anderen Status als Paratexte in Büchern. Sofern es sich um "hot text" handelt, muß man sich durch sie hindurchklicken, um überhaupt zu dem zu gelangen, was man sucht oder sehen möchte; nur dem (in der Regel dann desinteressierten) Kenner ist es unmittelbar zugänglich. Das gilt besonders prägnant für Suchmaschinen. An ihrer Oberfläche sind sie ja nichts anderes als hochtechnisierte Register und damit Paratexte. Aber auch die oben abgebildete Web-Seite umfaßt überhaupt gar nichts anderes als Paratexte, die nur dazu da sind, mehr hinter sich zu versprechen. Insofern sind sie Werbetexten verwandt. Die meisten Werbetexte sind Paratexte ohne Texte, nämlich Paratexte zu Waren. Paratexte im Web begleiten zwar andere Texte; oft sind diese aber wieder nur Paratexte. Und nicht wenige (keineswegs alle) Paratexte im Web sind umfangreicher als die Texte, um die es dem klassischen Leser wohl eigentlich ginge. Deshalb lesen viele Besucher nicht im Web, sondern sie springen hin und her. Die Reise wird wichtiger als ein Ort, das Surfen interessanter als der Ertrag, das Erlebnis stärker als die Erinnerung. (Ein typisches Beispiel ist die vollmundige Attraktion "auf Poesie" im obigen Bild, hinter der nichts als ein leeres Formular sich verbirgt.)

(2) Und deshalb sind typische Web-Seiten auch nicht kohärent. Sie sollen ja nicht aus sich heraus verstanden werden können, sondern sie sollen auf anderes zeigen. Sie sind nicht intro-, sondern extrovertiert. Sie ergeben keinen zusammenhängenden Sinn, der in Ruhe entziffert werden will, sondern reißen ab und fort: schnell weg von hier und weiter. "Sinnkontinuität" (Beaugrande/Dressler 1981, 88) fehlt oder scheint zu fehlen; oder sie muß vom Leser im Akt der Lektüre auf sehr viel aktivere Weise erst hergestellt werden, als das bei klassischen gedruckten Texten erwartet wird (vgl. z.B. Iser 1972). Der Buch-Leser ist "aktives Prinzip der Interpretation" (Eco 1987, 8) im Rahmen einer semantisch mehr oder minder offenen, syntaktisch aber vorgegebenen Ordnung. Der Internet-Nutzer ist zuallererst "aktives Prinzip der Selektion": stets muß er eine Auswahl treffen, oft zappt er sich seine Lesetexte erst zusammen. Angeboten wird ja tatsächlich eine Sammlung von Fragmenten (wie Spitzen von Eisbergen), deren Zusammenhalt nur durch die technisch begrenzte Form des flachen Bildschirms und durch das äußere Design, also die grafische Gestaltung des Angebots erreicht wird. Darauf wird denn auch mehr Mühe verwendet, als das bei klassischen geschriebenen Texten üblich ist.

(3) Und genau deshalb verliert die Schrift ihre dominante Stellung, die sie in ihren meisten sonstigen Vorkommensweisen (außer in der Plakat- und Anzeigen-Werbung) hat. Vor allem avantgardistische Web-Seiten sind multimediale Zeichenkompositionen, in denen Schrift zwar keine unwichtige, aber doch nicht autonome oder auch nur hegemoniale Rolle gegenüber Grafik, Bild, Film und Ton spielt. Das Internet setzt hier eine Entwicklung fort, die die Entwicklung der Massenmedien im 20. Jahrhundert prägt.

Diese drei genannten Eigenschaften von Sprache im Internet kennzeichnen prototypische Web-Seiten. (1) Das Verhältnis von Text und Paratext ändert sich. Paratexte drängen sich in den Vordergrund, Texte erscheinen leicht als altmodisch (mehr den alten Medien gemäß). (2) Kohärenz ergibt sich weniger aus einem inneren Sinn als vielmehr aus dem äußeren Erscheinungsbild. (3) Schriftsprache neigt dazu, weniger selbständig aufzutreten (wie etwa im herkömmlichen Buch), sondern vielmehr als ein Element neben anderen in komplexe multimediale Zeichengebilde integriert zu werden.

Das führt zu varieté-artigen Darbietungsformen. Schnelligkeit, Zerstückung, Abwechslung und Sinnesreizung sind wichtiger als Ruhe, Sinnzusammenhang, Kontinuität und Besinnung. Solches Angebot beeinflußt natürlich die Rezeption. Der geübte (,protestantische') Buch-Leser versagt zunächst angesichts der (,katholischen') Überfülle von Zeichen. Neue Lektüreregeln wollen gelernt werden. Der gewohnte lineare Faden (Anfang - Mitte - Schluß) verliert sich im semiotischen Labyrinth. Dem Anfänger kann es passieren, daß er, schon bevor er über die als "hot words" realisierten Hyperlinks durchs Internet surft, sozusagen schon am Ufer sich verirrt ("lost in cyberspace"), weil er nicht versteht, was das alles bedeuten soll: er sucht nach gewohnten Zusammenhängen und findet nur Durcheinander.

Auf diese Weise wird gegen die Griceschen Konversationsmaximen nun mächtig verstoßen, jedenfalls wenn man von den herkömmlichen Kommunikationserwartungen ausgeht. Viele Hyperlinks im Netz führen zu Redundanzen, viele Beiträge im Web sind überinformativ. "Relevanz" (Grice 1979, 249) wird nicht selten marktschreierisch selbst behauptet. Manches ist dunkel, mehrdeutig und weitschweifig. "Der Reihe nach!" (ebd. 250) wird im Web eine absurde Forderung; sie müßte denn als Aufforderung zu einer ergonomischen Gestaltung der Web-Seiten und Querverbindungen (Links) gänzlich umformuliert werden. Allein die Wahrheitsmaxime hat im Web den gleichen Status wie in anderen Texten.

5. Üppiger Synkretismus

Jetzt betrachten wir die fünfzehn Positionen noch etwas genauer, von denen man auf andere Informationsstücke springen kann. (Abgesehen von dem Porträt machen sie mit 26 von 66 Wörtern immerhin 40 Prozent des gesamten Textes aus.) Die oberen vier Tasten suggerieren, als wäre das gesamte Angebot dieses Servers in vier Schubladen wohlorganisiert, die man von hier aus öffnen kann. (Zur Orientierung ist das auch notwendig, weil die Inhalte der Schubladen vielfach gegenseitig aufeinander verweisen.) "Sag mal guten Tag auf Poesie - Du bist doch Dichter!" verzichtet auf den eigenen Gruß und fordert den Leser auf, den ersten Schritt zu tun. Die erste Hälfte ist orthographisch, semantisch und syntaktisch anomal, will also auffallen; die zweite Hälfte enthält eine ermunternde Provokation. Wenn man hier klickt, öffnet sich nichts als ein Allerwelts-e-mail-Formular. Solche Enttäuschungen erlebt man im Web genau so oft wie an der Kirmesbude. Hinter dem Bildnis verbirgt sich ein zunächst ebenso kryptisches Projekt "Ästhetik als Vermittlung", und so geht es denn selbstreferentiell weiter. Die beiden herkömmlichen Kapitelüberschriften in Frageform halten, was sie versprechen, und die sieben Stichwörter am Fuß der Seite bieten in web-konventioneller Form die Zugänge zu allen Hauptabteilungen dieses Servers. Daß sich die vier Schubladen vom Kopf der Seite hier als nur ein Teil des gesamten Angebots erweisen und wiederholt werden, zeigt noch einmal, daß es schon auf der äußersten Zugangsebene nicht um eine pedantische Ordnung, sondern um einen ästhetischen Service geht. Einen Selbstbedienungsladen kann man ja auch auf verschiedene Weise durchstreifen; das Sortiment ist nicht nach einem einheitlichen Kriterium, sondern nach mehreren verschiedenen Gesichtspunkten angeordnet und wird, um Gewohnheiten zu verwirren und Aufmerksamkeit zu erzeugen, gelegentlich umgestellt.

All das kennen wir von herkömmlichen Textsorten nicht oder nur partiell, keinesfalls aber in dieser ästhetisierenden Kombination. Wenn man bedenkt, daß im Internet außerdem auch fast alle herkömmlichen Textsorten vertreten sind, wird klar, daß Synkretismus sein hervorstechendstes Merkmal ist. Es kann sämtliche Textsorten und alle nur erdenklichen Inhalte aufnehmen; zusammen bildet es ein grenzenloses Potpourri (von allem etwas); und sein jüngster, am schnellsten wachsender und längst einflußreichster Teil, das World Wide Web, ist als unüberschaubarer multimedialer Hypertext von täglich wachsenden gigantischen Ausmaßen selbst eine völlig neuartige Textsorte. So setzt das Internet eine Entwicklung fort, die von Massenmedien begonnen wurde und im Werbefilm (vgl. Kloepfer/ Landbeck 1991) ihren bisherigen Höhepunkt fand. Zeichen wuchern, sprengen hergebrachte Grenzen, verselbständigen sich wie der Besen im "Zauberlehrling" und machen einander Konkurrenz. Ähnlich den Massenmedien begünstigt auch das Internet eine "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (Franck 1993). Im Gegensatz zu jenen enthält es aber zusätzlich interaktive Elemtene. Grundsätzlich kann jeder Benutzer nicht nur empfangen, sondern auch senden. Das heißt, jeder Teilnehmer kann sein eigenes unzensiertes Angebot zur Verfügung stellen, und jedes Angebot kann so gebaut sein, daß der Empfänger nicht nur liest oder zuhört, sondern in einen wie auch immer gearteten Dialog tritt. Offen ist noch, was wir daraus machen. Die demokratische Utopie ist noch nicht geschlossen, die (damals fürs Radio) "eine Art Aufstand des Hörers, seine Aktivisierung und seine Wiedereinsetzung als Produzent" fordert (Brecht 1967:126). Über die Qualität bestimmen die Teilnehmer. Derzeit wächst das Medium schneller als unsere Souveränität im Umgang damit.

6. Schluß

Wir haben hier nur einige Besonderheiten der Sprachverwendung im Internet exemplarisch erläutern können. Eine halbwegs vollständige Darstellung würde erheblich mehr Platz beanspruchen. Deshalb haben wir uns aufs World Wide Web als dem inzwischen größten, einflußreichsten und lebendigsten Teil des Internet beschränkt und diejenigen Aspekte betont, die andernorts noch nicht oder kaum diskutiert wurden. Einen Überblick und bibliographische Hinweise zur Sprache in neuen Medien findet man bei Schmitz (Hg.1995). Internet Relay Chat wurde wegweisend diskutiert bei Reid (1991), e-mail bei Janich (1994) sowie Lenk (1995), und eine ausführliche Bibliographie zu Hypertext findet man bei Müller (1996).

7. Literatur

  • Austin, John L. (1972): Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words) [engl.1962]. Stuttgart: Reclam
  • de Beaugrande, Robert-Alain/ Dressler, Wolfgang Ulrich (1981): Einführung in die Textlinguistik. Tübingen: Niemeyer
  • Bolz, Norbert (1993): Am Ende der Gutenberg-Galaxis. Die neuen Kommunikationsverhältnisse. München: Wilhelm Fink
  • Brecht, Bertolt (1967b): Erläuterungen zum "Ozeanflug" [1930]. In: ders.: Gesammelte Werke in 20 Bänden (werkausgabe). Frankfurt/M.: Suhrkamp, Bd. 18, S. 124-127
  • Eco, Umberto (1987): Lector in fabula [ital.1979]. München, Wien: Carl Hanser
  • Franck, Georg (1993): Ökonomie der Aufmerksamkeit. In: Bohrer, Karl Heinz/ Scheel, Kurt (Hg.1993): Medien. Neu? Über Macht, Ästhetik, Fernsehen. (= Merkur 47, H. 9/10 = Nr. 534/535). Stuttgart: Klett-Cotta, S. 748-761
  • Gadamer, Hans-Georg (1972): Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik [1960]. 3. Aufl. Tübingen: J.C.B. Mohr
  • Genette, Gérard (1989): Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches [frz.1987]. Frankfurt/M., New York: Campus / Paris: Editions de la Maison des Sciences de l'Homme
  • Grice, H. Paul (1979): Logik und Konversation [amerik.1975]. In: Meggle, Georg (Hg.): Handlung, Kommunikation, Bedeutung. Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 243-265
  • Iser, Wolfgang (1972): Der implizite Leser. Kommunikationsformen des Romans von Bunyan bis Beckett. München: Wilhelm Fink
  • Janich, Nina (1994): Electronic Mail, eine betriebsinterne Kommunikationsform. In: Muttersprache 104, S. 248-259
  • Kloepfer, Rolf/ Landbeck, Hanne (1991): Ästhetik der Werbung. Der Fernsehspot in Europa als Symptom neuer Macht. Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch
  • Lenk, Martina (1995): Der Einfluß der Computerkommunikation auf die deutsche Sprache. Magisterarbeit an der Universität Regensburg. Regensburg (Elektronisch verfügbare Kurzfassung unter http://www.uni-essen.de/fb3/linse/lenk.htm; an gleicher Stelle online auch weitere Arbeiten zum Thema)
  • Leontjew, Alexej [N.] (1982): Tätigkeit Bewußtsein Persönlichkeit [russ.1975]. Köln: Pahl-Rugenstein (ältere Übersetzung 1977, Stuttgart: Klett, S. 33-38)
  • Levinson, Stephen C. (1990): Pragmatik [engl.1983]. Tübingen: Niemeyer
  • Menninghaus, Winfried (1980): Walter Benjamins Theorie der Sprachmagie. Frankfurt/M.: Suhrkamp
  • Müller, Burkhard (1996): Literaturliste zum Thema Hypertext. (Elekronisch verfügbar unter http://www.linse.uni-essen.de/literaturl/hyper.htm)
  • Reid, Elizabeth M. (1991): Electropolis: Communication and Community. On Internet Relay Chat. Honours Thesis. University Of Melbourne, Department Of History. (Elektronisch verteilt im Internet)
  • Sacks, Harvey/ Schegloff, Emanuel A./ Jefferson, Gail (1974): A simplest systematics for the organization of turn-taking in conversation. In: Language 50, S. 696-735
  • Schmitz, Ulrich (Hg.1995): Neue Medien. (= Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie, H. 50). Oldenburg
  • Searle, John R. (1982a): Eine Taxonomie illokutionärer Akte [engl.1975]. In: ders.: Ausdruck und Bedeutung. Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 17-50
  • Searle, John R. (1982b): Indirekte Sprechakte [engl.1975]. In: ders.: Ausdruck und Bedeutung. Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 51-79
  • Vater, Heinz (1992): Einführung in die Textlinguistik. Struktur, Thema und Referenz in Texten. München: Wilhelm Fink (UTB)
  • Windelband, Wilhelm (1894): Geschichte und Naturwissenschaft. Rektoratsrede. Rede zum Antritt des Rektorats der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg. Geh. am 1. Mai 1894. (Rektoratsreden der Universität Straßburg). Straßburg

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