Cover OBST 85

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Handschreiben – Handschriften – Handschriftlichkeit lautet der Titel des vorliegenden OBST-Heftes und spannt damit ein Themengebiet auf, das in den vergangenen Jahren auch jenseits der professionsbedingten Interessen der Paläographie, Mediävistik oder Grundschuldidaktik in den Fokus rückt. Mit dem Hefttitel werden zunächst der Tätigkeitsaspekt (Handschreiben) und der Gegenstandsaspekt, das von Hand Geschriebene, also die Manu-Skripte (vgl. Ludwig 2005, 15) adressiert, zwei Aspekte von Handschriftlichkeit, die in einem theoretisch noch zu klärenden Verhältnis zueinander stehen. Der an dritter Stelle befindliche Terminus Technicus Handschriftlichkeit ist dagegen nicht gegenstandsbezogen, sondern dient uns als Label für ein diffuses Forschungsfeld, in dem es u. a. geht um die den Handschreibprozess (die händische Geste) beeinflussenden psychomotorischen, medientechnischen und natürlich auch pragmatischen Faktoren, um Manuskripte bzw. deren Schriftbilder als Spuren des Handschreibprozesses, um den Erwerb und die Entwicklung von Handschrift in der Institution Schule und außerhalb dieser, um Fragen nach den Praktiken und Funktionen von Handschrift im Kontext medientechnischer Innovationen oder um die historisch kontingente gesellschaftliche Wahrnehmung und Einschätzung von Handschrift." (OBST 85, Einleitung, S. 7)

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