Cover OBST 84

Der Titel dieses Heftes nutzt die rhetorische Figur des Chiasmus: Die kreuzweise Anordnung der Begriffe „Kunst“ und „Sprache“ ergibt eine Lesefläche, die die Wechselbeziehung von Sprache und bildender Kunst sowohl visuellgrafisch als auch sprachlich zum Ausdruck bringt: Kunst durch Sprache – Sprache durch Kunst. Die instrumentelle Relation mittels „durch“ ist dabei nicht als eine gegenseitige Indienstnahme zu lesen. Vielmehr geht es darum, die Besonderheit von Text-Bild-Bezügen sowie die spezifischen Leistungen von sprachlichen Handlungen für die Vermittlung und das Verstehen von Kunstwerken in unterschiedlichen Praxiszusammenhängen empirisch herauszuarbeiten – und dadurch den Vorbehalten, Kunstwerke würden durch die Kombination mit sprachlichen Elementen oder durch Versprachlichung an ästhetischem Eigensinn verlieren, zu begegnen. Es lassen sich in diesem Band drei thematische Schwerpunkte bestimmen: die Vermittlung von Kunst durch Sprache, die Sprachlichkeit von Bildern sowie die sprachlich-kulturelle Bildung durch Kunst.

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