AutorInnen:
Hausendorf, Heiko

Aufsatztitel:
Vorwissen aktivieren. Einige Beispiele für eine flankierende kommunikative Praktik im Kunstvermittlungsprozess

Heftnummer:
84

Seiten:
37-55

„Der Betrachter ist im Bild“ heißt ein (von W. Kemp 1985 herausgegebener) Sammelband, mit dem die Rezeptionsästhetik in die Kunstwissenschaft(en) Einzug hielt. Er, der Betrachter, und sie, die Betrachterin, sind jedoch nicht nur im Bild, sondern als soziale Position auch in der Situation vor dem Kunstwerk allgegenwärtig. Die Kunstbetrachter und -betrachterinnen sind die, die in der Ausstellungskommunikation als Publikum adressiert werden und dafür bezahlen, das Ausgestellte zu betrachten und auf kunstpädagogische und -didaktische Art und Weise ‚vermittelt‘ zu bekommen. Mit all dem geht eine Konstruktion der sozialen Position des Kunstbetrachters einher, in der sich die Erwartungen manifestieren, die mit dieser Position verknüpft werden. Im Audioguide werden diese Erwartungen auf vielfältige Weise hörbar – und damit einer linguistischen Rekonstruktion zugänglich, wie an Audiokommentaren aus einer Ausstellung des Kunsthauses Zürich (mit Arbeiten von Franz Gertsch) auf exemplarische Weise vorgeführt werden soll.

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