Autorin:
Constanze Spieß

Aufsatztitel:
Leid und Selektion im Kontext der Bundestagsdebatte um Präimplantationsdiagnostik. Ein Ansatz diskurskritischer Analyse öffentlich politischer Diskurse

Heftnummer:
82

Seiten:
133-152

Unter Bezugnahme auf sprachtheoretische Grundannahmen, die aus diskurskritischer und funktionalpragmatischer Perspektive geteilt werden können, unternimmt der vorliegende Beitrag eine empirische Analyse der im bioethischen Diskurs um Präimplantationsdiagnostik umstrittenen Ausdrücke Leid und Selektion. Es wird gezeigt, wie sich weltanschaulich verortete und öffentlich ausgetragene Konflikte in ihrer Bedeutungs- und Argumentationsstruktur sprachlich manifestieren; zugleich wird durch die Analyse deutlich, welche bedeutende Rolle die Handlungskontexte für die Bedeutungsspezifizierung der Lexeme spielen und welche Rolle die Lexeme im sprachlichen Handeln der verschiedenen Diskursakteure einnehmen. Von den Diskursakteuren werden im Kontext bioethischer Auseinandersetzungen in persuasiver Absicht dabei Bezüge zu aktuellen wie zu historischen Situationen und Ereignissen hergestellt.

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