Geld, Macht, Sinn. Wie Banken ihre Entscheidungen sprachlich legitimieren

Autor:
Hoßfeld, Heiko

Aufsatztitel:
Geld, Macht, Sinn. Wie Banken ihre Entscheidungen sprachlich legitimieren

Heftnummer:
81

Seiten:
87-107

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Banken ihre „hauseigenen“ Medien der Massenkommunikation dazu einsetzen, ihre Entscheidungen gegenüber Anspruchsgruppen zu legitimieren. Welches Bild vom eigenen Verhalten zeichnen Manager sprachlich, damit es in den Augen Anderer einen legitimen Sinn stiftet? Analysiert wird diese Konstruktion einer legitimen Sinnstiftung am Beispiel zweier Banken, die zwischen 2001 und 2003 massive Kostensenkungen und Personalabbau durchführten. Solche „Downsizing“-Maßnahmen stoßen häufig auf Widerstände, wenn sie gegen die Interessen, Werte oder Weltbilder der Anspruchsgruppen verstoßen. Dieser Gefahr von Widerständen begegnen die untersuchten Unternehmen, indem sie sprachliche Legitimitätsfassaden aufbauen: Sie suggerieren Konformität mit den diskursiv festgelegten Regeln für legitimes manageriales Verhalten. Weil dies sprachlich mit Mitteln der Rhetorik geschieht, wurde die von den Unternehmen verwendete sprachliche Legitimationspolitik mit Hilfe einer Argumentations- sowie einer Metaphernanalyse rekonstruiert, die für sämtliche öffentlich zugängliche Texte der hauseigenen Massenkommunikation der beiden untersuchten Banken durchgeführt wurde.

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