Der Erzählkreis als Exempel für die Besonderheiten der Unterrichtskommunikation

Autor:
Becker-Mrotzek, Michael

Aufsatztitel:
Der Erzählkreis als Exempel für die Besonderheiten der Unterrichtskommunikation

Heftnummer:
80

Seiten:
31-45

Unterrichtskommunikation bezeichnet die Gesamtheit der auf Lehren und Lernen gerichteten Kommunikations- und Interaktionsprozesse im Unterricht; davon zu unterscheiden ist die Kommunikation im Unterricht, zu der auch die sog. Nebenkommunikation zwischen Schüler/innen oder organisatorische Prozesse zählen. Die Unterrichtskommunikation ist, wie Bräuer/Ossner in ihrer Einleitung zu Recht betonen, der Ort, an dem über das Gelingen von Lehr-Lernprozessen entschieden wird. Denn letztlich müssen alle didaktischen und pädagogischen Konzepte kommunikativ realisiert werden, und zwar unabhängig von ihrer inhaltlichen oder konzeptionellen Ausrichtung. Aus diesem Grund kommt der Unterrichtskommunikation, dem Wissen darüber und ihrer Erforschung eine zentrale Bedeutung zu.

Ich möchte in meinem Beitrag am Beispiel des Erzählkreises das komplexe Verhältnis von Bedingungen der Unterrichtskommunikation, sprachlichen Handlungsmustern und zu erwerbenden Kompetenzen aufzeigen. Der Erzählkreis eignet sich für diesen Zweck deshalb besonders gut, weil hier die konkurrierenden Ansprüche und Bedingungen der unterschiedlichen Aspekte besonders klar zutage treten. Zudem ist der Erzählkreis ein in der Grundschule weit verbreitetes, bekanntes und anerkanntes Unterrichtsverfahren, das in der Didaktik jedoch kritisch diskutiert wird.

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