Reflexion über Sprache und Ästhetik – unter dem Blickwinkel sinnlicher Erkenntnis

Autor:
Klotz, Peter

Aufsatztitel:
Reflexion über Sprache und Ästhetik – unter dem Blickwinkel sinnlicher Erkenntnis

Heftnummer:
76

Seiten:
161-182

Der Beitrag fasst Ästhetik sowohl in seiner allgemeinen Bedeutung, nämlich der bewussten, eigenständigen Gestaltetheit eines Objekts, als auch unter der älteren Bedeutung der Wahrnehmung – aisthesis – auf und fragt gewissermaßen unverhohlen, ob das „Schöne“ – einschließlich seiner gewollten Antiformen - , das gemeinhin vor allem mit diesem Begriff gemeint ist, auf der Ebene der parole nur aufscheint oder in der langue bereits angelegt ist. Diese Frage – eigentlich aus Platos Hippias-Dialog – wird zu einem dynamischen Spannungsverhältnis bei der Orientierung an A. G. Baumgarten, dem Begründer der wissenschaftlichen Ästhetik, an Reflexionen zum Schreiben Max Frischs und an einem in seiner Nicht-Vollendung veranschaulichenden Werk Michelangelos zum einen; und zum anderen bei der sprachästhetischen Auseinandersetzung mit Gedichten von Eichendorff, Krolow und Gomringer. Gezeigt wird, wie Sprachbewusstheit den Wahrnehmungsprozess von Sprachästhetik begleitet und wie explizites Sprachwissen Schönheit und Attraktivität von Texten – im Wissen um sprachliche Alternativen – zu fassen vermag.

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