Europäisches Referenzsprachenmodell. Mehrsprachige Kommunikation in Gemeinschaftsorganen

Autor:
Luttermann, Karin

Aufsatztitel:
Europäisches Referenzsprachenmodell. Mehrsprachige Kommunikation in Gemeinschaftsorganen

Heftnummer:
74

Seiten:
93-113

Zusammenfassung Sprachliche Vielfalt zeichnet die Europäische Union aus. Auf der institutionellen Ebene führt Mehrsprachigkeit allerdings zu Spannungen: Die Gemeinschaftsorgane kommunizieren mit den Unionsbürgern offiziell in 23 Amtssprachen. Praktisch weichen sie davon ab und verwenden (meist ohne Grundlage in den Geschäftsordnungen) aus Effizienzgründen weniger Sprachen. Dieser Widerspruch zwischen Schein und Sein ist aufzulösen. Herkömmliche Sprachenmodelle befürworten eine geregelte drastische Reduzierung der EU-Sprachen. Einen neuen Weg geht das Europäische Referenzsprachenmodell mit Referenz- und Muttersprachen. Es kann den Übersetzungsaufwand in Brüssel und Luxemburg mindern, achtet aber zugleich die besonders sprachlich vermittelte Würde jedes Mitgliedstaates. Dabei nimmt die deutsche Sprache eine prominente Stellung ein.

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