"Multisprech": Migration und Hybridisierung und ihre Folgen für die Sprachwissenschaft

Autor:
Erfurt, Jürgen

Aufsatztitel:
"Multisprech": Migration und Hybridisierung und ihre Folgen für die Sprachwissenschaft

Heftnummer:
65

Seiten:
5-33

Abstract
Der Beitrag widmet sich den Formen der Sprachpraxis im Migrationsmilieu und geht der Frage nach, mit welchen Konzepten die Sprachwissenschaft auf sprachliche Mischungsprozesse und die Nutzung von Ressourcen der Mehrsprachigkeit reagiert. Das Migrationsgeschehen in den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. führt insbesondere in den urbanen Räumen zu einer Veränderung der sprachlichen Verhältnisse, zur Herausbildung von neuen Formen der Sprachpraxis und von neuen Sprachvarietäten. Der Akzent dieses Beitrags liegt auf dem methodischen und konzeptuellen Wandel der Sprachbeschreibung im Übergang von einem „nationalen“ Paradigma zu einem „kulturellen“ Paradigma. Das hierbei erörterte Phänomen der ‚Hybridität‘ bezieht sich auf eine Vielfalt von sprachlichen Mischungsprozessen wie crossing, mestizaje, mixité, mixed languages, die nicht nur das Sprachverhalten von Migranten markieren, sondern auch Einfluss auf jenes der Aufnahmegesellschaften haben.

Zurück