OBST (Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie)

OBST (in den 1970er Jahren mit vollem Namen als Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie gegründet) ist eine linguistische Zeitschrift, die zweimal jährlich als Themenheft erscheint. Alle Beiträge werden nach dem Peer-Review-Verfahren kritisch begutachtet.

Die Zeitschrift OBST will kritisch sein und dabei auch Themen abseits des Mainstreams bearbeiten oder überhaupt erst zur Diskussion stellen. Dabei möchten wir Sprache in ihren Praxiszusammenhängen darstellen, begreifen und reflektieren, um die Prinzipien und WIrkungsweisen von Sprache und sprachlichem Handeln transparent zu machen und die Relevanz von Sprache für gesellschaftliches Handeln aufzuzeigen. 

Auf diese Weise setzt OBST seit Mitte der 1970er Jahre Themen und Diskurse in Gang: Sprache und Geschlecht (1978), Analphabetismus in der BRD (1983), Sprach(en)politik, Schrifterwerb und Schriftkultur, Schweigen (1990), Sprach- und Kommunikationsstörungen, Kommunikation in Institutionen, Sprache und neue Medien, Zweitspracherwerb, Sprache und Geld - um nur einige Beispiel zu nennen.

Ihre Ziele verfolgt die Redaktion auch trotz (oder gerade in) Zeiten fragwürdiger Reformen, stromlinienförmiger Studiengänge und einer zunehmenden Ökonomisierung der Wissenschaft. Die Fixierung auf Verwertbarkeit von Forschungsergebnissen, Drittmitteleinwerbung oder Inhalte, die sich unmittelbar in ECTS ummünzen lassen, wird innerhalb der Redaktion kritisch hinterfragt und reflektiert.

Seit Bestehen der LINSE (1995) hat OBST hier seine Web-Präsenz. Personell war die LINSE eng mit den OBST-Redaktionsmitgliedern Hermann Cölfen, Ulrich Schmitz und Patrick Voßkamp verbunden.