Language in the USA, Themes for the Twenty-first Century

Finegan, Edward/Rickford, John R. (Hrsg.)

New York: Cambridge University Press 2004

 

Die Herausgeber Finegan und Rickford sind führende Linguisten und Professoren der Univeristy of South California und der Stanford Universität. Sie präsentieren mit Language in the USA eine komplett neue Ausgabe des in der Vergangenheit immer wieder aktualisierten Werkes von 1981.

In drei Teilen auf 502 Seiten mit insgesamt 26 Kapiteln geben amerikanische Linguisten einen umfangreichen Überblick über aktuelle Fragen und Probleme von Sprache in den USA.

Im ersten Teil geht es um die soziolinguistischen Grundlagen der amerikanischen Sprache. Genauer geht es um den Ursprung des „Amerikanischen“, die Unterschiede zum Standardenglisch (Britisches Englisch, BrE), sowie die typischen und häufigsten Dialekte und Soziolekte.

Der zweite Teil setzt sich mit weiteren Sprachvarietäten in den USA auseinander. Hier geht es um andere Sprachen und ihre Varietäten (Spanisch, Sprache der Ureinwohner, Gebärdensprache u.a.), die neben dem Englischen in den USA gesprochen werden. Außerdem werden Kreolsprachen und Sprachaneignung in eigenen Kapiteln erläutert.

Der dritte Teil stellt eine Sammlung soziolinguistischer Essays dar, die sich mit ausgewählten Themen, wie zum Beispiel der Erwachsenensprache, dem Hip Hop Soziolekt oder der Sprache im Cyberspace auseinandersetzen.

Der Aufbau des Buchs ist nachvollziehbar und die Einteilung des Werkes in drei Teile logisch. Während der erste Teil die Grundlage zur Soziolinguistik in den USA darstellt und als ausführliche Einleitung zum Thema gewertet werden kann, stellt der zweite Teil einen Fokus auf spezifische, aktuelle US amerikanische Sprachvarietäten dar.

Der letzte Teil bietet schließlich Einblicke in verschiedenste relevante und aktuelle Teilbereiche der Soziolinguistik. Hier werden Themen behandelt, die weit über Sprachwissenschaft im engeren Sinne hinausgehen und die Soziologie mehr als nur streifen.

Language in the USA hat sich seit der ersten Erscheinung 1981 zu einem Standardwerk und Lehrbuch zur Soziolinguistik und Varietäten in den USA entwickelt. Auch diese Auflage kann diesen Anspruch bestätigen. Die einzelnen Kapitel sind von führenden Wissenschaftlern verfasst und liefern von einer Einleitung, den Grundlagen bis zum spezifischen Fachwissen alles, was ein Standardwerk erfüllen muss.

Die Kriterien, die das Buch zu einem Lehrbuch machen, sind ebenfalls erfüllt, da die einzelnen Kapitel Einheiten bilden, die voneinander gelöst gelesen und verstanden werden können. Es gibt jeweils eine kurze Einleitung sowie Literaturhinweise zum Ende der Kapitel. Außerdem ist das Buch trotz seines wissenschaftlichen Anspruchs für den geübten Leser gut zu verstehen. Der Leser muss aber ein gewisses Basiswissen zur Linguistik und ein Englisch Vokabular auf universitärem Niveau besitzen.

Das Werk ist aufgrund der o.g. Bereiche sowohl für Anglistik Studierende, aber auch für Studierende der germanistischen Linguistik, Kulturwissenschaft und Soziologie geeignet und ist zur Anschaffung auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man ein wissenschaftliches, aber auch verständliches und umfassendes Standardwerk zur Sprache in den USA sucht.



 

 

Rezension aus dem Essener Grundkurs Sprachwissenschaft.
Rezensiert von Patrick Meier-Ebert. Jahr: 2008

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