Im Universum der Worte

Mengham, Rod

Stuttgart: Klett-Cotta 1995

 

Der Autor gibt einen Überblick über den Ursprung, die Funktion und die Vielfalt menschlicher Sprache. Viele Gedanken werden mit Beispielen aus der Literatur veranschaulicht, wie etwa mit Ausschnitten aus William Goldings Prosa oder einem Zitat von James Joyce. Im ersten Kapitel behandelt er die Zusammenhänge zwischen Sprache, Denken und Gehirn, während er im zweiten auf Mündlichkeit und Schriftlichkeit, und zwar insbesondere auf die Entwicklung der Schrift eingeht. Hier weist er unter anderem darauf hin, dass die wenigsten Sprachen eine eigene Schrift verwenden. Das dritte Kapitel erklärt die Verbreitung und Entwicklung der alten Sprachen und zeigt die Aufteilung in verschiedene Sprachgruppen im Bereich des Indoeuropäischen (z.B. Lateinisch, Sanskrit, Keltisch...). In den fünf Kapiteln behandelt Mengham vor allem die Beziehungen zwischen Gesellschaft und Sprache. So geht er zum Beispiel näher auf das Sprachverhalten der Menschen verschiedener Nation, Klasse und Geschlechts ein und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Sprache und Geld.

Das Buch erklärt dem Leser auf recht unterhaltsame und leicht verständliche Weise einige Aspekte aus dem Bereich der Linguistik und konzentriert sich dabei vor allem auf die Sprachgeschichte und den gesellschaftlichen Aspekt von Sprache, während Methoden der Linguistik und deren Begründer nur am Rande erwähnt werden.

 

Rezension aus dem Essener Grundkurs Sprachwissenschaft.
Rezensiert von Marie-Christine Klein. Jahr: 2001

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