Einführung in die Phonologie

Ramers, Karl-Heinz

München: Fink 1998

 

K.-H. Ramers bietet mit seinem Buch „Einführung in die Phonologie“ eine ideale Grundlage zur Auseinandersetzung mit phonologischen Modellen. Das Buch wird mit Beispielen sehr verständlich erläutert, und dem Leser wird, durch eine gute und leicht durchschaubare Gliederung, das Lesen vereinfacht.
Im ersten Kapitel unterscheidet Ramers zwischen der Phonologie als sprachwissenschaftliche Sprachgebildelautlehre, und der Phonetik als naturwissenschaftliche Sprechaktlautlehre. Danach geht der Verfasser in den folgenden zwei Kapiteln explizit auf die Grundzüge der strukturalistischen und generativen Phonologie ein. Die strukturalistische Phonologie wird durch syntagmatische und paradigmatische Beziehungen, über Allophone und ihre Variationsarten, bis hin zu phonologischen Merkmalen, erklärt. Die Grundzüge der generativen Phonologie, oder auch SPE-Phonologie genannt, werden durch phonologische Repräsentationen, über einzelne phonologische Prozesse, bis hin zu Beispielen für die Assimilationsregel und Nasalassimilationsregel, erklärt. Des Weiteren fährt der Autor fort, indem er in den beiden letzten Kapiteln die Silbenphonologie und außerdem auf die metrische Phonologie eingeht, dabei gibt Ramers wieder leicht verständliche Beispiele und erklärt alles Notwendige äußerst Präzise. Wichtig ist, dass zwei Silbenmodelle, das CV-Modell (Konsonant & Vokal – Struktur) und das Konstituentenmodell, vorgestellt und verglichen werden. Dabei kommt Ramers zum Ergebnis, dass das Konstituentenmodell zwar komplexer als das CV-Modell ist, aber „innerhalb dieses Ansatzes können eine Reihe von phonotaktischen Restriktionen und phonologischen Regeln einfacher formuliert werden.“ 1
Im Schlusskapitel wird eine Beschreibung von Akzentstrukturen im Rahmen der metrischen Phonologie durchgeführt, dabei werden folgende zwei Repräsentationsarten erläutert: zum ersten sind dies „metrische Bäume“ und zum zweiten sind dies „metrische Gitter“. Ramers zeigt, dass dies zwei annehmbare Ansätze sind, um eine „Beschreibung des Wordakzentes im Deutschen“ zu erstellen. „Alles in allem ist die Zielsetzung dieses Buches exemplarisch in grundlegende Fragestellungen und Methoden des linguistischen Teilgebiets der Phonologie einzuführen. Die Darstellung wird durch Übungsaufgaben zu den einzelnen Kapiteln ergänzt.“2, und wirkt auf mich sehr gelungen.

Quellen:
1 aus Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel
2 aus Ramers Nachwort im Buch

 

 

Rezension aus dem Essener Grundkurs Sprachwissenschaft.
Rezensiert von Marius Schlund. Jahr: 2007

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