Sprechen und Fahren – Lösung oder Problem?

Autor:
Vollrath, Mark
Aufsatztitel:
Sprechen und Fahren – Lösung oder Problem?

Jahrgang:
29
Heft:
02 (2005)
Seiten:
119-134
Abstract:
With the rapid development of information and communication technology, the quantity of information for the driver increases. Besides travel related information, driver related information plays an increasing role. In order to process this information and be able to drive safely at the same time, an information management is necessary in any vehicle. Speech interfaces offer a good solution since verbal interactions use resources which are not needed when driving. Thus, the double task “driving and verbal driver-vehicle interaction” should be handy to master. However, in practice, experiments show that verbal interactions may bind attention and use central processing resources which are then no longer available for driving. Thus, for safe driving it is crucially important that verbal interactions are designed in such a way that for the driver the task „driving“ remains in the focus of attention. In that sense verbal driver-vehicle interactions can solve the problem of increasing information in the vehicle but may also become a problem if this interaction is not optimally designed.

Mit der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie nimmt auch die Menge an Informationen zu, die für den Fahrer verfügbar ist. Neben Fahrt bezogenen Informationen spielen auch Fahrer bezogene Informationen eine zunehmende Rolle. Um diese Informationsmenge zu verarbeiten und dabei sicher fahren zu können, ist ein Informationsmanagement im Fahrzeug notwendig. Sprachliche Fahrer-Fahrzeug-Interaktionen bieten hier gute Möglichkeiten, da Ressourcen beansprucht werden, die beim Fahren selbst nicht benötigt werden. Die Doppelaufgabe „Fahren und Informationsverarbeitung“ sollte theoretisch gut zu bewältigen sein. Allerdings können auch sprachliche Interaktionen bei entsprechender Auslegung Kapazitäten binden, die für das Fahren nicht mehr verfügbar sind. Entscheidend wichtig für sicheres Fahren ist, dass diese Interaktion so ausgelegt wird, dass für den Fahrer die Aufgabe „Fahren“ auch weiterhin im Vordergrund steht. Insofern ist eine sprachliche Fahrer-Fahrzeug-Interaktion eine Lösung für das Informationsmanagement, kann aber auch zum Problem werden, wenn diese nicht optimal gestaltet wird.

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