Die österreichische Varietät der deutschen Sprache

Leerkamp, Jan-Hendrik (2003)

 

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Inhalt / Abstract:

1. Einleitung
2. Die geschichtliche Entwicklung des österreichischen Deutsch
3. Der Begriff der nationalen Varietät
4. Das österreichische Deutsch in der Diskussion
5. Grammatische und pragmatische Differenzen sowie Wortschatzunterschiede zwischen der binnendeutschen und der österreichischen Varietät der deutschen Sprache
5.1 Grammatikalische Differenzen
5.1.1 Substantiv
5.1.2 Das Verb
5.1.3 Das Adjektiv
5.1.4 Die Indeklinabilia
5.2 Pragmatische Merkmale des Österreichischen Deutsch
5.3 Wortschatzunterschiede
5.3.1 Bedeutungsunterschiede von Wortgruppen
5.3.2 Wörter mit unterschiedlichem Bedeutungsumfang
5.3.3 Unterschiedliche Wortbildungsmuster
5.3.4 Fremdwörter
5.3.5 Wortschatzbereiche
5.3.6 Der westösterreichische Sonderwortschatz
6. Bewertung
Literaturverzeichnis
Monographien
Wörterbücher
Aufsätze
Internet


1. Einleitung

Die deutsche Sprache gilt nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in Österreich, der Schweiz sowie in Liechtenstein als Staatssprache. Darüber hinaus besitzt sie als Minderheitensprache öffentliche Gültigkeit in Teilen von Italien (Südtirol) und Belgien (Ostbelgien). Ebenso wird sie in gewissen Lebensbereichen in Luxemburg, in Frankreich (Elsaß, Lothringen) sowie von Minderheiten in einigen osteuropäischen Staaten, besonders in Ungarn, Rumänien und dem ehemaligen Staatsgebiet der Sowjetunion verwendet.
Das Interesse der vorliegenden Arbeit liegt in der Ausprägung der deutschen Sprache in Österreich. Sie untersucht die schriftlichen Erscheinungsformen des Wortschatzes und der Grammatik im Vergleich zum Binnendeutschen und setzt sich mit der Frage der Gültigkeit dieser Ausdrücke auseinander. Sie hinterfragt folglich, ob diese Erscheinungsformen als fehlerhaft anzusehen sind oder ob die Gesamtheit der in Österreich gebräuchlichen Erscheinungsformen, die vom Binnendeutschen abweichen, als Varietät der deutschen Sprache zu bezeichnen ist. Die Arbeit setzt sich auch mit Positionen auseinander, welche die Sprache des Österreichers als so weit verselbstständigt ansehen, dass man diese "auch als 'Österreichisch' benennen"2 könnte.
Diese Überlegungen beziehen sich allerdings nur auf die Schriftsprache und ihre mündliche Realisierung als Standardsprache, da die mündlich gebrauchten Sprachschichten der Umgangssprache und des Dialekts eine Vielfalt regionaler und lokaler Differenzierungen aufweisen.

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