Lingualer Relativismus. Eine sprachphilosophische Deutung der Sapir-Whorf-Hypothese

Schreiber, Jan (2004)

 

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Inhalt / Abstract:

"Wie verhalten sich Denken und Sprechen zueinander? In seinem Aufsatz Science and Linguistics schreibt Benjamin Lee Whorf (1956) dem Alltagsverstand – wohl zu Recht – die Sichtweise zu, die Sprache sei so etwas wie ein Transportvehikel zur Übertragung von Gedanken; ein Vehikel, das besser oder schlechter für diesen Zweck geeignet sein kann, auf keinen Fall aber konstitutiv für die Beschaffenheit oder gar für die Existenz des Transportgutes ist. Ein gedanklicher, selbst nicht sprachlicher „Gehalt“ wird nach dieser Vorstellung (in Ermangelung einer telepathischen Direktverbindung) vom Sender sprachlich codiert, anschließend über den akustischen, optischen oder taktilen Kanal übermittelt und an seinem Bestimmungsort vom Empfänger decodiert, d. h. wieder in reine Gedanken zurückübersetzt.[...]"

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